In den durch Felsen geschützten Urwaldresten und totholzreichen Naturwäldern leben seltene Spechtarten wie Schwarzspecht, Grauspecht und Dreizehenspecht. Die Höhlen der Spechte besiedeln wiederum Kauzarten wie Waldkauz, Rauhfußkauz und Sperlingskauz, der als der kleinste Kauz Österreichs bekannt ist. Die steilen Felsen werden von Felsenbrütern wie Wanderfalke oder Kolkrabe besiedelt. An den schnell fließenden Bächen kann man Gebirgsstelze und Wasseramsel beobachten, wenn sie auf die Suche nach Kleinlebewesen am Bachgrund gehen. In den höheren Bergwäldern und auf den Almen kann man auf den Auerhahn treffen und über den alpinen Gipfel kreist mitunter sogar der Steinadler. Als sehr heimlicher Naturgast gilt der Schwarzstorch, der zu den größten Brutvögeln Österreichs zählt. Eine große Besonderheit im Naturpark ist seine ausgeprägte Raubtierfauna. Braunbär und Luchs zählen wohl zu den seltensten Raubtierarten Europas und durchstreifen wieder seine tiefen, einsamen Wälder. Dies spricht nicht nur für die gute Ausstattung der Natur, sondern auch für die Einstellung der Bevölkerung, die diesen beiden Arten sehr positiv gegenübersteht. Eine weitere Seltenheit stellt die Ameisenkolonie im Naturpark dar, die als eine der größten Europas unter strengem Schutz steht. In den urigen, totholzreichen Buchenwäldern und im Bereich der Wald-Flachmoore, Wiesen und Waldränder leben eine Vielzahl weiterer geschützter Insektenarten. Die Tierwelt des Naturparks bietet darüber hinaus noch viele Überraschungen. So darf man sich nicht wundern, wenn man im Hammerbachtal auf den Alpensalamander trifft, am Scheibenberg ein Wespenbussard kreist oder an strengen Wintertagen ein Kormoran am Ybbsufer sitzt.
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