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Der Naturpark Blockheide

 
 
Der Naturpark ist ein beliebtes und weithin bekanntes Ausflugsziel. Sein besonderes Kennzeichen ist eine bäuerliche Kulturlandschaft, die in Harmonie mit der Natur steht. Felder und Wiesen sind in einem verwobenen System biologischer Verbindungswege eingebettet. Feldrain, Bühel und Hecke, im Zusammenspiel mit riesenhaften Granitblöcken, sorgen für eine reiche Gliederung. In einer heideartigen Landschaft mit Einzelblöcken, Blockburgen und Wackelsteinen empfindet der Besucher ein Naturerlebnis, das zum Träumen anregt.

Bedingt durch die Randlage während der Zeit des "Eisernen Vorhanges" konnte sich rund um Gmünd eine "Außergewöhnliche Stadtumrahmung" mit einer erstaunlichen Artenvielfalt, die in Mitteleuropa ihresgleichen sucht, entwickeln. Eingebettet in diesen Bogen einmaliger Naturschätze ist die Blockheide zentrale Besucherattraktion des Waldviertels. Jährlich besuchen etwa 200.000 Personen die Blockheide.
 
 

Die Blockheide, am 15. Meridian gelegen, ist für ihre reichlich vorhandenen und imposant wirkenden Granitblöcke bekannt. Ähnliche Landschaftsformen findet man in Skandinavien, etwa im 2.500 km von hier entferntem Finnland. Die Steingebilde der Blockheide sehen jedoch etwas anders aus, sie sind nicht so abgeschliffen und lassen keine Spuren der Eiszeiten erkennen. Es gibt daher hier auch keine Findlinge, das wären von Gletschern transportierte Gesteine. Die vielgestaltigen Steingebilde der Blockheide sind die Reste einer Verwitterung an Ort und Stelle. Typisch ist ihre abgerundete, kissen- oder wollsackartige Form, man nennt sie daher Wollsäcke oder Restlinge.
 
 
Diese zahlreichen, sagenumwobenen Steinriesen ließen nur eine kleinflächige Landwirtschaft zu. So wurde hier eine alte bäuerliche Kulturlandschaft konserviert, die durch ihre offenen, freundlichen Charakter ein hohes Maß erholsamer Naturnähe besitzt. Jede auch noch so kleine und karge Flächse zwischen den Feldern und Wiesen wurde früher als Weide für die Tiere genutzt, der Wald spielte nur eine verschwindende Rolle. Lediglich rund um die Granithindernisse entwickelten sich reizvolle Bühel mit Wacholder, Rotföhre, Eiche und anderen Laubgehölzen.
Blütenpracht und Schmetterlingsreichtum an Böschungen, Feldrainen und Wiesen war die Folge.
Steinhaufen und Hecken säumten die schmalen Streifenflure und Stufenraine.
 
 
 

Einrichtungen

Infozentrum und Aussichtsturm/geologisches Freilichtmuseum
Am Fuße des Aussichtsturmes gibt das Infozentrum Auskunft über die Entstehung der Blockheide.
Der Aussichtsturm gibt einen schönen Einblick auf die Gmünder Bucht mit ihren Naturjuwelen.
Täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.
Information: Tel: +43 (0)2852/52506 0


Eintrittspreise Turm inkl. Museum "Die Geburt der Wackelsteine" und Sonderausstellungen:
Erwachsene 3,00 Euro
Schüler, Zivildiener, Präsenzdiener 2,00 Euro
Gruppenermäßigung ab 15 Personen 20%
Familienermäßigung 20%


Achtung: das Infocenter  ist von Ende Oktober bis Ende April geschlossen.

Naturspielplatz und Grillstation
Neben dem Aussichtsturm liegen ein neu errichteter Naturspielplatz, eine Grillstation für Jedermann (bitte an der Kassa anmelden) und die gemütliche Jausenstation "SCHUTZHAUS BLOCKHEIDE" von Nicole Illetschko

Hubertuskapelle

Im Zentrum der Blockheide liegt unweit vom Aussichtsturm am Blockheideteich die Hubertuskapelle.
Gut markierte Wanderwege in verschiedenen Varianten und Längen führen zu Wackelsteinen, Steinriesen vorbei an Teichen und ehemaligen Steinbrüchen. Lauschige Rastplätze laden die Besucher zum Verweilen, Picknicken oder Entspannen ein.

Naturparke Wanderpass 2008 - "im Norden Wackeln die Steine"
Nach einer Wanderung entlang der gut markierten Strecke gibt es den Kontrollstempel bei der Kassa am Fuße des Aussichtsturmes.


Geologisches Freilichtmuseum und Granitbearbeitungslehrpfad
sind ein wesentlicher Bestandteil der Blockheide Eibenstein. Es sind hier die verschiedenen Gesteinsarten, die in Niederösterreich nördlich der Donau vorkommen und abgebaut werden, zu sehen. Die große Sonnenuhr, ist am 15. Meridian östlich von Greenwich (MEZ) aufgestellt und zeigt uns die Zeit und die Nord-Süd-Richtung an.
Entlang des Granitbearbeitungslehrpfad wird die Schwerstarbeit des Steinmetzen und einige seiner kunstvollen Arbeiten gezeigt.


Marienkäferweg

Die Restbiotop-Wanderung ist eine Umweltschutzeinrichtung in unserem Naturpark . Hier kann die Harmonie einer alten bäuerlichen Kulturlandschaft erlebt werden. Die riesigen, durch Wollsackverwitterung entstandenen Granitblöcke haben verhindert, dass eine Landschaft zuerst ausgeräumt und zerstört wurde, um nachher mit viel Geld und nie so wie vorher „renaturiert“ werden zu müssen.

 
 
 

 
Tipp für den Besuch im Naturpark:
Im Naturpark-Shop bei der Aussichtswarte sind unter anderem folgende 
Bücher, Broschüren und zusätzliches Infomaterial erhältlich (für Details klicken Sie hier...).